Watt is los.
Die Trägergemeinschaft des Hauses, bestehend aus der Gemeinde Baltrum und dem BUND Landesverband Niedersachsen wird diese Funktionsstelle gemeinsam mit der Nationalparkverwaltung neu besetzen.
Noch ist es aber nicht soweit das bewährte Team Unger/Moschner wird ein weiteres Jahr interessante Veranstaltungen, Führungen, Vorträge und Seminare anbieten. In jeder Saison werden vom „Gezeitenhaus“ von April bis Oktober ca. 350 Veranstaltungen durchgeführt, die auf das rege Interesse der Besucher der Insel Baltrum treffen. Etwa 33 000 Menschen pro Jahr dokumentieren darüber hinaus die Beliebtheit des Hauses, das bei freiem Eintritt über den Lebensraum der Ostfriesischen Küste und ihrer vorgelagerten Inseln informiert.

Nirgendwo sonst werden an der deutschen Nordseeküste so umfassend und konsequent die "Hauptschuldigen" des täglichen Spektakels (Ebbe und Flut) benannt! Mit der "Gezeitensäule" verfügt das Gezeiten-Haus über ein einzigartiges Ausstellungselement: In Abhängigkeit vom Stand der Beteiligten - Erde, Mond und Sonne zueinander wird in einer Wassersäule der auf Baltrum bezogene Wasserstand angezeigt. Insgesamt sind es etwa 300 Veranstaltungen, die Torsten Moschner und Horst Unger während eines Jahres durchführen. Von der Salwiese mit ihren Besonderheiten; z.B. dem Strandwegerich-Gallrüsselkäfer, über die Enthüllung der Inselgeschichte und der Geheimnisse um Ebbe und Flut, gibt es keine Thema, was nicht sach- und fachgerecht und unterhaltend serviert wird.
Mit seiner Informationsarbeit kommt das Haus einem Auftrag nach, der im Niedersächsischen Gesetz über den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vom Gesetzgeber verankert worden ist.
Das Land Niedersachsen unterstützt diese Arbeit mit einem Landeszuschuss, der allerdings die Betriebskosten, die in den letzten Jahren gestiegen sind, nur unzureichend deckt. Darüber hinaus sind von der Landesregierung weitere Kürzungen in diesem Bereich beschlossen, die durchaus die Existenz der Nationalparkeinrichtungen gefährden können.
Es kommt also darauf an, Wege und Mittel zu entwickeln, diese Entwicklung umzukehren, um auch der nachfolgenden Generation das angestrebte Weltnaturerbe „Wattenmeer“ in den Informationseinrichtungen nahe bringen zu können.





